Pferde/ Big Ben
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Big Ben, ein Apoll-Sohn, wurde als Saugfohlen prämiert und kam mit drei Jahren zu den Vorbesitzern, die ihn als Kutschpferd einsetzten.

2000 musste sein Kollege im Planwagen wegen Hufproblemen geschlachtet werden, und da es sich als ausgesprochen schwierig erwies, einen passenden Haflinger mit Stockmaß 1,52 zu finden, wurde ein Warmblutgespann angeschafft und Big Ben stand zum Verkauf.

Michel verliebte sich sofort in den Riesen, ich aber hatte von Bajou gelernt und setzte mich erstmal drauf - obwohl Ben nicht eingeritten war. Er war etwas erstaunt aber sehr interessiert. Wir waren gleich mit Hänger angereist, das Verladen war überhaupt kein Problem und mit Shirkhan verstand er sich auch gleich.

Unter dem Sattel zeigt er sich eifrig und begabt. Als wir mit den Seitengängen anfingen, hatte ich ernsthaft Mühe, ihn aus der Ecke geradeaus zu reiten.

Beim Galoppieren auf dem Platz tut er sich noch schwer - wir arbeiten dran!

Im Gelände ist Big Ben übrigens der berühmte "Heiße Ofen", lässt sich aber händeln. Für Anfänger ist er weniger geeignet, doch auf dem Wanderritt, den meine Freundin Kathrin und ich 2004 unternahmen, war er einfach phantastisch: zuverlässig, fleißig und für sein Hasenherz relativ unerschrocken.

Ben hat sich als sehr gutes Lehrpferd für anspruchsvolle Reiter erwiesen: er ist schenkelfein, sensibel und setzt korrekt gegebene Hilfen prompt um. Er verlangt eine weiche Hand und einen elastischen Sitz - ist das vorhanden, beginnt dieser Koloss förmlich zu tanzen.

Kurz: Big Ben zu reiten ist ein Genuss!

 
   

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